Leave It Alone (Teil 2) – Ein April voller großer und kleiner Abschiede

Vorgestern Morgen um fünf, als ich bereits das zweite Mal aufwachte, fand ich keinen weiteren Schlaf. Es war keine traumlose Nacht gewesen. Im Gegenteil: noch recht frisch war die Erinnerung an mindestens zwei, eher unangenehme Träume. Sollte sich das intensive Träumen der vergangenen Tage weiter fortsetzen oder war der Gipfel jetzt erreicht?

Seit Tagen träume ich intensiv und erschöpfend. Die Verarbeitungsmaschine läuft offensichtlich auf Hochtouren. Und wie auch im gesamten April sind die Träume durchzogen von den beiden Themen Abschied und Tod. Ist es in einem Traum die Beerdigung des Vaters, oder im anderen, gleich anschließenden „nur“ die spurlos verschwundene Welt, in der ich bis eben noch gelebt hatte. Einfach niemand mehr da, den ich kenne. Plötzlich allein.

Wach. Nicht ganz allein. Neben mir liegt jemand. Vertraut. Und die Alphawellen tun ihre Arbeit…

131006_Vitznau water mountain and clouds

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Zwei Monde – eine Welt?

Ich lese seit April 1Q84 (Buch 1 & 2) von Haruki Murakami. Als ich am Freitagabend auf der Autobahn Richtung Hannover den Mond entdeckte, der erst nur als schmaler horizontaler Schlitz sichtbar wurde, kurze Zeit später aber dann als kreisrundes Postkarten-Motiv, da fragte ich mich – mit Murakamis Buch im Hinterkopf -, in welcher Welt ich mich (gerade) befinde. In ein und derselben, in meiner eigenen oder in einer Zwischenwelt?

Das Buch von Murakami ist ohne Zweifel von überragender Qualität. Auch wenn ich es noch nicht beendet habe, und danach auch noch Buch 3 wartet, halte ich es schon jetzt für sein bestes. Alles ist noch mal auf einem höheren Niveau: Dialoge, Story, Erzählführung etc. Vor allem die Idee und das Konzept des Buches sind so zwingend, dass man mehr denn je in das Buch eintaucht und darin versinken kann.

Kleine Weisheit aus Haruki Murakamis „1Q84″ (Buch 1 & 2).

Auf der Fahrt war ich schon recht müde und die Stimmung war ganz klar von der Frage geprägt, ob der Aufwand, den ich gerade betrieb, in einem vernünftigen Verhältnis zu seinem Nutzen stand. Mit anderen Worten: Was mache ich hier eigentlich gerade?!

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