E wie Entschleunigung

Eine Woche Urlaub am Plauer See in Alt Schwerin liegen hinter mir. Eine Woche Natur pur, eine Woche Sport (Laufen, Golf, Rudern, Rodeln), eine Woche kulinarischer Genüsse – besonders Fisch ist hier zu erwähnen, und eine Woche E-Land.

Nachdem ich seit Ende Januar maximal 1 Bild pro Tag bei Instagram veröffentlicht habe, ist diese Maßgabe in den vergangenen sieben Tagen zweifellos auf maximal ein Bild pro Stunde „herabgesetzt“ worden… Zu dritt haben wir unter dem Hashtag #forellencamp unsere Eindrücke vom Plauer See, Golf in Fleesensee, Malchow, Waren und vielen anderen Orten festgehalten. Dazu waren oftmals viel Geduld und Einfallsreichtum bzw. „Beweglichkeit“ erforderlich. Denn Alt Schwerin – zumindest dort wo wir waren – ist E-Land.

E im Handy-Display stand bisher für Edge; heute wurde mir allerdings klar: E steht bzw. stand für Entschleunigung. Als bekennender Smartphone-Junkie habe ich gestern sogar nahezu komplett auf mein Apfelphone verzichtet. War ganz leicht – obwohl ich anfangs etwa 100 Mal reflexartig dorthin griff, wo sonst die Dudelbox in der Tasche oder Jacke liegt oder steckt…

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Need some contemplation, don’t we?

Gestern las ich im aktuellen SPIEGEL einen Beitrag von Ferdinand von Schirach über das iPad von Apple und dessen Auswirkungen auf Lese- und sonstige Gewohnheiten.

Unabhängig vom Inhalt, den geäußerten Überzeugungen und Erwartungen fragte ich mich dann doch anschließend: Wozu das alles?! Aus tiefem Bedürfnis, zwingenden Erfordernissen oder aus schlichtester Selbstbezogen- und verliebtheit?

Wir merken teilweise schon gar nicht mehr, wie wir wie Aufziehpuppen durch die Gegend hektiken und alles tun, erfinden oder konsumieren, um uns bloß nicht mit uns selbst auseinander zu setzen. Need some contemplation? Yes, we do! Ich finde das iPad übrigens auch klasse. Dennoch.

Und in Wirklichkeit brauche ich eigentlich eher ein iPlum und ein iWant!