Ein paar Gedanken zu Hamburg

Diese Stadt ist eine Perle, eine Heimat, ein Tor zur Welt – offen, bunt und herzlich. Das macht sie stark und auch so verwundbar. Ich bin sicher, dass die Bürger dieser Welststadt es nicht noch einmal zulassen werden, dass ihre Stadt so missbraucht wird. Egal, von wem!

Was ist passiert?

Wer in Hamburg lebt, der hat das alles mehr oder weniger kommen sehen. Im März der Vorgeschmack mit der OSZE und 13.000 Polizisten in der Stadt. Das sind im Übrigen 13.000 Menschen! Dann seit Wochen ein wachsendes Polizeiaufgebot in der Stadt, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Hamburg beherbergt unglaublichen Reichtum. Nicht nur materiell, sondern auch kulturell und menschlich. Das materieller Reichtum Neid hervorruft, ist nicht neu. Doch die „Kaufleute“ in der Stadt sind ihrem Naturell nach eher mit Stil und Understatement unterwegs. Und im Übrigen gilt auch hier: den Neid anderer muss man sich hart erarbeiten.

Elbe reflection

Um die Balance in allem zu wahren, hilft ein Element immer: Verhältnismäßigkeit. Dieses auch juristische Grundprinzip ist in jedem Bauchgefühl enthalten und muss in Zeiten globaler Komplexität aber genauer betrachtet werden. Zum Beispiel bei der Abwägung von Worten im Vorfeld großer Veranstaltungen und Projekte. Vor allem aber bei der Wahl von deren Austragungsorten und/oder Umsetzungsplänen.

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Leave It Alone (Teil 2) – Ein April voller großer und kleiner Abschiede

Vorgestern Morgen um fünf, als ich bereits das zweite Mal aufwachte, fand ich keinen weiteren Schlaf. Es war keine traumlose Nacht gewesen. Im Gegenteil: noch recht frisch war die Erinnerung an mindestens zwei, eher unangenehme Träume. Sollte sich das intensive Träumen der vergangenen Tage weiter fortsetzen oder war der Gipfel jetzt erreicht?

Seit Tagen träume ich intensiv und erschöpfend. Die Verarbeitungsmaschine läuft offensichtlich auf Hochtouren. Und wie auch im gesamten April sind die Träume durchzogen von den beiden Themen Abschied und Tod. Ist es in einem Traum die Beerdigung des Vaters, oder im anderen, gleich anschließenden „nur“ die spurlos verschwundene Welt, in der ich bis eben noch gelebt hatte. Einfach niemand mehr da, den ich kenne. Plötzlich allein.

Wach. Nicht ganz allein. Neben mir liegt jemand. Vertraut. Und die Alphawellen tun ihre Arbeit…

131006_Vitznau water mountain and clouds

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It’s a Message for You

Certe volte guardo il mare,
questo eterno movimento,
ma due occhi sono pochi per questo immenso
e capisco di esser solo
e passeggio dentro il mondo
ma mi accorgo che due gambe non bastano
per girarlo e rigirarlo.

e se è vero che ci sei
batti un colpo amore mio
ho bisogno di dividere
tutto questo insieme a te

Need some contemplation, don’t we?

Gestern las ich im aktuellen SPIEGEL einen Beitrag von Ferdinand von Schirach über das iPad von Apple und dessen Auswirkungen auf Lese- und sonstige Gewohnheiten.

Unabhängig vom Inhalt, den geäußerten Überzeugungen und Erwartungen fragte ich mich dann doch anschließend: Wozu das alles?! Aus tiefem Bedürfnis, zwingenden Erfordernissen oder aus schlichtester Selbstbezogen- und verliebtheit?

Wir merken teilweise schon gar nicht mehr, wie wir wie Aufziehpuppen durch die Gegend hektiken und alles tun, erfinden oder konsumieren, um uns bloß nicht mit uns selbst auseinander zu setzen. Need some contemplation? Yes, we do! Ich finde das iPad übrigens auch klasse. Dennoch.

Und in Wirklichkeit brauche ich eigentlich eher ein iPlum und ein iWant!