Leave It Alone (Teil 2) – Ein April voller großer und kleiner Abschiede

Vorgestern Morgen um fünf, als ich bereits das zweite Mal aufwachte, fand ich keinen weiteren Schlaf. Es war keine traumlose Nacht gewesen. Im Gegenteil: noch recht frisch war die Erinnerung an mindestens zwei, eher unangenehme Träume. Sollte sich das intensive Träumen der vergangenen Tage weiter fortsetzen oder war der Gipfel jetzt erreicht?

Seit Tagen träume ich intensiv und erschöpfend. Die Verarbeitungsmaschine läuft offensichtlich auf Hochtouren. Und wie auch im gesamten April sind die Träume durchzogen von den beiden Themen Abschied und Tod. Ist es in einem Traum die Beerdigung des Vaters, oder im anderen, gleich anschließenden „nur“ die spurlos verschwundene Welt, in der ich bis eben noch gelebt hatte. Einfach niemand mehr da, den ich kenne. Plötzlich allein.

Wach. Nicht ganz allein. Neben mir liegt jemand. Vertraut. Und die Alphawellen tun ihre Arbeit…

131006_Vitznau water mountain and clouds

Weiterlesen

Abschied

Jedes Ende ist auch der Anfang von etwas Neuem. Eine Ode an das Leben stellte ich mir eigentlich anders vor, doch nur im Abschied liegt der Wert der Dinge am rechten Fleck im Herzen.

Es ist schaurig schön, zu spüren wie lebendig man ist, wenn man geht oder gehen lassen muss. Die weit geöffneten Augen helfen dann, um nicht nur den Weg zu erkennen, sondern sorgen auch dafür, dass mit fortschreitender Zeit ein gerechter Blick aus dem richtigen Winkel auf die Dinge gelingt.

20130701-054314.jpg

Am Anfang fällt es schwer einen Weg zu erkennen – zu vertraut war der bisherige, und auf dem neuen sind anfangs nicht einmal die eigenen Füße zu sehen. So entwickelt sich langsam ein zartes Vertrauen zurück in den eigenen Gang und allmählich auch in den Gang der Welt, die man nun alleine bezeugen muss.

Weiterlesen