Hätte hätte, Schlandkette…

„Kleine“ Anmerkung zum Spanien-Spiel bei der WM gestern:

Jeder Vergleich von Leistungen und Titeln der Spanier (2008-2012) zu Leistungen anderer Länder in der Fußball-Geschichte hinkt doch (sowieso). Deutschland (DE) war dreimal hintereinander im Finale (82-90). Na und? Insgesamt in 7(!) WM-Finals. DE ist bei EMs dreimal Erster, dreimal Zweiter… Spanien hat bis 2008 nix, aber auch gar nix gewonnen (abgesehen von Vorläufer-„EM“ in den 60ern).

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Die Fallhöhe für Spanien war maximal und in der Gruppe wäre – Achtung, jetzt kommt’s – Brasilien wohl auch akut gefährdet gewesen…

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Leave It Alone (Teil 2) – Ein April voller großer und kleiner Abschiede

Vorgestern Morgen um fünf, als ich bereits das zweite Mal aufwachte, fand ich keinen weiteren Schlaf. Es war keine traumlose Nacht gewesen. Im Gegenteil: noch recht frisch war die Erinnerung an mindestens zwei, eher unangenehme Träume. Sollte sich das intensive Träumen der vergangenen Tage weiter fortsetzen oder war der Gipfel jetzt erreicht?

Seit Tagen träume ich intensiv und erschöpfend. Die Verarbeitungsmaschine läuft offensichtlich auf Hochtouren. Und wie auch im gesamten April sind die Träume durchzogen von den beiden Themen Abschied und Tod. Ist es in einem Traum die Beerdigung des Vaters, oder im anderen, gleich anschließenden „nur“ die spurlos verschwundene Welt, in der ich bis eben noch gelebt hatte. Einfach niemand mehr da, den ich kenne. Plötzlich allein.

Wach. Nicht ganz allein. Neben mir liegt jemand. Vertraut. Und die Alphawellen tun ihre Arbeit…

131006_Vitznau water mountain and clouds

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Immer in Bewegung bleiben – Holding On For Life

Ein Beitrag nach längerer Pause, der zum Großteil schon letzten November geschrieben war:

Gut fünf Monate ist es jetzt her, dass ich aus Australien zurückgekehrt bin. Schon auf dem Rückflug haben sich die neuen Erfahrungen der Reise mit einem angenehmen Abstand bemerkbar gemacht – schneller als erwartet. Der Blick von außen auf eine Sache oder das eigene Leben ist der Schlüssel. Doch wie kann man einen Schritt zur Seite machen, um den Blickwinkel und Abstand zu ändern?

Bewegung in jeder Form ist Leben. Wolken, Rennen, Denken, Blutzirkulation. Es ist ein Kreislauf und im Kreis läuft man auch schneller, als einem lieb ist. Wie verschaffe ich mir den gesunden Abstand zu mir und den Dingen, um gesund zu bleiben – körperlich und emotional?

Flight_Morning clouds

The clouds pass by from Frankfurt to Hamburg – Australia is worlds away again.

In der zweiten Novemberhälfte hörte ich ständig Holding On For Life von Broken Bells. Nachdem mein Schlaf am Tag nach der Rückkehr morgens um Vier jäh beendet war, las ich unter anderem ein Interview mit James Mercer und Brian Burton aka Danger Mouse über ihr neues Album After The Disco. Es passte zu den Erlebnissen der zwei Wochen down under.

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Eine Frage der Sicht

Letzten Freitag war ein Feiertag: Konzert der Editors im Docks In Hamburg. Monatelang drauf gefreut, gerade so noch im Juni (überteuerte) Karten ergattert, Lieblingslocation – was will man mehr an einem Freitagabend außer vielleicht einer guten Sicht?

Alles eine Frage des Blickwinkels.

Kaum waren wir drinnen, saßen wir auch schon in der Falle: nix Stempel, nix nochmal raus und wieder rein kommen. Der kleine Hunger musste also drinnen bleiben. Hab‘ mir dann trotzdem zwei Bierchen gegönnt und als ich etwas gedankenverloren im Seitenbereich gegenüber der Bar mit Blick auf den T-Shirtstand saß, rollte plötzlich ein Mann mit Sauerstoffmaske in seinem Rollstuhl an mir vorbei.

Docks_Editors

Docks_Editors

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