Californication: Gewonnene und verlorene Zeit… und jeder Moment dazwischen

Tag 3 nach meiner Rückkehr aus Los Angeles und ja, es wird langsam besser, doch ist dieser Zustand namens Jetlag immer noch wie ein Geist in meinem Haus unterwegs. Ist das Aufwachen zur Unzeit gewonnene oder verlorene Zeit? Und vor allem: was ist mit all den Momenten dazwischen?

In dieser Nacht, die immer noch andauert, habe ich es immerhin schon mal auf drei Stunden Schlaf am Stück geschafft. Zwei Uhr irgendwas zeigte die Uhr, als ich vorhin aufwachte. Weiterschlafversuche scheiterten mehrfach und ich entschloss mich, vorübergehend aufzustehen. Was sollte ich auch tun? Mein Körper ist offensichtlich immer noch in Kalifornien und ich vermisse auch immer noch auf irritierte Weise das Rauschen des Meeres in Venice Beach, das ich jeden Abend als letztes und jeden Morgen als erstes im Schlafzimmer meiner Unterkunft lächelnd wahrnahm.

Venice Beach Dusk

Ins Wohnzimmer führte mich nun der Weg. Schnell war der Entschluss gefasst, die vor der Reise angefangene DVD Abenteur in Rio weiter zu sehen. Ich schaltete den Fernseher an und es ertönte Discomusik und Menschen auf einer Tanzfläche bewegten sich dazu. Schnell den Videotext befragt und bereits zuvor Sophie Marceau erkannt. Die nächsten 60 Minuten dann einen herrlich leichten französischen Liebesfilm gesehen, der mich mit der Frage zurück ließ, ob die Ewigkeit nicht sehr lang ist und was ich davon in jedem Moment meines Lebens habe?

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Immer in Bewegung bleiben – Holding On For Life

Ein Beitrag nach längerer Pause, der zum Großteil schon letzten November geschrieben war:

Gut fünf Monate ist es jetzt her, dass ich aus Australien zurückgekehrt bin. Schon auf dem Rückflug haben sich die neuen Erfahrungen der Reise mit einem angenehmen Abstand bemerkbar gemacht – schneller als erwartet. Der Blick von außen auf eine Sache oder das eigene Leben ist der Schlüssel. Doch wie kann man einen Schritt zur Seite machen, um den Blickwinkel und Abstand zu ändern?

Bewegung in jeder Form ist Leben. Wolken, Rennen, Denken, Blutzirkulation. Es ist ein Kreislauf und im Kreis läuft man auch schneller, als einem lieb ist. Wie verschaffe ich mir den gesunden Abstand zu mir und den Dingen, um gesund zu bleiben – körperlich und emotional?

Flight_Morning clouds

The clouds pass by from Frankfurt to Hamburg – Australia is worlds away again.

In der zweiten Novemberhälfte hörte ich ständig Holding On For Life von Broken Bells. Nachdem mein Schlaf am Tag nach der Rückkehr morgens um Vier jäh beendet war, las ich unter anderem ein Interview mit James Mercer und Brian Burton aka Danger Mouse über ihr neues Album After The Disco. Es passte zu den Erlebnissen der zwei Wochen down under.

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Der Standpunkt

Folgenden Text, den ich verloren glaubte, fand ich heute in den Untiefen der iCloud wieder. Er entstand während der unten geschilderten Situation vor nahezu exakt einem Jahr auf dem Flug von Hamburg nach Budapest. Bitte bleiben Sie während des Lesens angeschnallt!

Sind Sie auch schon mal mit dem Flugzeug geflogen? Hat da auch schon mal jemand in Ihrer Nähe gesessen, der einen eigenen Standpunkt hatte? Also einen Horizont mit einem Radius von Null?

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Ein nach eigener Aussage vielgereister junger Mann, der gerne von der „Gesellschaft“, „schlimmen“ Dingen und davon spricht wie man, also er, Dinge handhaben sollte. Rege ich mich gerade auf? Entgegen sonstigen Gepflogenheiten überhaupt nicht. Die Fassungslosigkeit allerdings, mit der ich auf die unsäglichen Parolen, das unfassbar politisch korrekte Weltbild und die Altklugheit aus der Reihe hinter mir reagiere, sind grenzenlos.

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Abenteuer – Ein teures Erlebnis?

Was ist ein Abenteuer?

Definition nach Wikipedia:

Als Abenteuer (lat.: adventura: „Ereignis“; mittelhochdt.: aventiure) wird eine risikoreiche Unternehmung oder auch ein Erlebnis bezeichnet, das sich stark vom Alltag unterscheidet – ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas (Riskantes) zu unternehmen, was interessant, faszinierend zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist. In diesem Sinne gelten und galten Expeditionen ins Unbekannte zu allen Zeiten als Abenteuer. In der Vergangenheit wurden Geschichten über Abenteuer einander erzählt, die Aufzeichnung dieser Art von Erlebnis stellte daher eine bedeutende Neuerung in der Weitergabe derartiger Erlebnisse dar. Als erstes schriftlich fixiertes Abenteuer gilt das Gilgamesch-Epos. Weitere als Bericht festgehaltene Abenteuer existierten schon in der Antike. Die Ilias, der Kampf um Troja, und besonders die Odyssee, die Heimfahrt des Odysseus, seien hier erwähnt. Typische Abenteuer sind auch die mittelalterlichen Schilderungen von Ritter– und Heldentaten.

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E wie Entschleunigung

Eine Woche Urlaub am Plauer See in Alt Schwerin liegen hinter mir. Eine Woche Natur pur, eine Woche Sport (Laufen, Golf, Rudern, Rodeln), eine Woche kulinarischer Genüsse – besonders Fisch ist hier zu erwähnen, und eine Woche E-Land.

Nachdem ich seit Ende Januar maximal 1 Bild pro Tag bei Instagram veröffentlicht habe, ist diese Maßgabe in den vergangenen sieben Tagen zweifellos auf maximal ein Bild pro Stunde „herabgesetzt“ worden… Zu dritt haben wir unter dem Hashtag #forellencamp unsere Eindrücke vom Plauer See, Golf in Fleesensee, Malchow, Waren und vielen anderen Orten festgehalten. Dazu waren oftmals viel Geduld und Einfallsreichtum bzw. „Beweglichkeit“ erforderlich. Denn Alt Schwerin – zumindest dort wo wir waren – ist E-Land.

E im Handy-Display stand bisher für Edge; heute wurde mir allerdings klar: E steht bzw. stand für Entschleunigung. Als bekennender Smartphone-Junkie habe ich gestern sogar nahezu komplett auf mein Apfelphone verzichtet. War ganz leicht – obwohl ich anfangs etwa 100 Mal reflexartig dorthin griff, wo sonst die Dudelbox in der Tasche oder Jacke liegt oder steckt…

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Come what May – Hopefully sunny weather in each case

In order to let me even more drown in work I just thought about writing my blog entries also in French – just a joke!

But in fact I had to talk so much French lately (mostly on the phone) that I was able to recall my deepest joy in foreign languages which I had lost during my years at university. French was „replaced“ by Italian and English remained Number one, but all my plans and goals on improving both French & Italian didn’t succeed in more than using them to name the dressings for the salad…

The same with learning a completely new language: Spanish or Portuguese, especially the latter has always been on the top of my list. You might guess the result: more or less nothing.

Due to my revised professional situation I recaptured my passion for speaking & writing in foreign languages, e. g. there is a monthly newsletter I have to do. It consists of four different language sections and I’m already very busy with English & German. Nonetheless, I’m learning also by checking & reading the French and Spanish versions.

Lately, I learned that I have just entered a period of time (in fact the next 14 years) where my communications skills are very strong and powerful. No matter if I had believed in Astrology (www.astrologyzone.com) or not, I would have had to state now: the communication rocket is flying at supersonic speed…! Travelling is also highlighted in my „sector“. Facts: Barcelona, Frankfurt, Lucerne, Zurich, Brisbane are already more or less confirmed. Flying & talking, writing and driving – it all seems to work hand in hand. Big fun!

With May just having started, June is already knocking at the back door. I’m  looking forward to doing another seminar on colours with Max Lüscher in the middle of June in Switzerland.

Unbedingt ansehen, Probe hören und bestellen: „Der 4-Farben-Mensch“ (Hörbuch)! Ein wunderbares Geschenk und eines der besten deutschsprachigen Hörbücher überhaupt.

Come what May this month – I’m prepared and heading towards the sun. Follow me & I’ll follow you…!