Abschied

Jedes Ende ist auch der Anfang von etwas Neuem. Eine Ode an das Leben stellte ich mir eigentlich anders vor, doch nur im Abschied liegt der Wert der Dinge am rechten Fleck im Herzen.

Es ist schaurig schön, zu spüren wie lebendig man ist, wenn man geht oder gehen lassen muss. Die weit geöffneten Augen helfen dann, um nicht nur den Weg zu erkennen, sondern sorgen auch dafür, dass mit fortschreitender Zeit ein gerechter Blick aus dem richtigen Winkel auf die Dinge gelingt.

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Am Anfang fällt es schwer einen Weg zu erkennen – zu vertraut war der bisherige, und auf dem neuen sind anfangs nicht einmal die eigenen Füße zu sehen. So entwickelt sich langsam ein zartes Vertrauen zurück in den eigenen Gang und allmählich auch in den Gang der Welt, die man nun alleine bezeugen muss.

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Leben. Eben. Noch. Und schon anders.

Das einzig Beständige im Leben sind der Wandel und die Veränderung. Wenn man das begriffen hat, akzeptieren kann und auch wirklich so empfindet, dann kann das Leben los gehen.

Bei manchen Menschen dauert es etwas länger, andere lernen es nie. Ich glaube, dass ich mich mittlerweile zu der ersten Kategorie zählen darf. Und ja, es hat wirklich lange gedauert. Aber besser spät, als gar nicht. Denn sonst bleibt nur noch ein humorvoller Titel einer Romanfigur-Anleihe und ein kurzer Weg zum letzten Hemd – Titel: Der alte Mann und das geht gar nicht Mehr.®

Der Vater von einem sehr guten Freund, welcher gerade geheiratet hat, sagte letzte Woche zu mir: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen.“ Wo er Recht hat, da hat er Recht. Eine grandiose, sonnige, warmherzige und gesellige Woche ging gestern zu Ende, und Glück und Unglück liegen sehr nah beieinander. Anders kann es auch nicht sein, denn sonst würde man das Glück nicht so zu schätzen wissen.

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Traumdusche & Kinderfänger

Vorgestern am späten Nachmittag lag ich etwas fertig auf dem Sofa bei Freunden und leckte meine Wunden. Am Vortag und der darauf folgenden Nacht hatte ich einen Junggesellenabschied mitgefeiert. Von Paintball, über reichlich Essen, mindestens einem Cocktail zu viel, bis hin zur Kiezparade in der Großen Freiheit war fast alles dabei – bis auf Schlaf. Danach war mir jetzt.

Aber natürlich nicht dran zu denken. Allein schon, weil die beiden Töchter meiner Freunde noch reichlich Alarm machten. Ich lag auf der rechten Seite und hier und da spürte ich die zahlreichen blauen Flecken und Abdrücke der Paintball-Geschosse, die mich am Vortag getroffen hatten. Zur Ablenkung hätte ich gerne eine Traumdusche gehabt.

Pigs can fly

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Zwei Monde – eine Welt?

Ich lese seit April 1Q84 (Buch 1 & 2) von Haruki Murakami. Als ich am Freitagabend auf der Autobahn Richtung Hannover den Mond entdeckte, der erst nur als schmaler horizontaler Schlitz sichtbar wurde, kurze Zeit später aber dann als kreisrundes Postkarten-Motiv, da fragte ich mich – mit Murakamis Buch im Hinterkopf -, in welcher Welt ich mich (gerade) befinde. In ein und derselben, in meiner eigenen oder in einer Zwischenwelt?

Das Buch von Murakami ist ohne Zweifel von überragender Qualität. Auch wenn ich es noch nicht beendet habe, und danach auch noch Buch 3 wartet, halte ich es schon jetzt für sein bestes. Alles ist noch mal auf einem höheren Niveau: Dialoge, Story, Erzählführung etc. Vor allem die Idee und das Konzept des Buches sind so zwingend, dass man mehr denn je in das Buch eintaucht und darin versinken kann.

Kleine Weisheit aus Haruki Murakamis „1Q84″ (Buch 1 & 2).

Auf der Fahrt war ich schon recht müde und die Stimmung war ganz klar von der Frage geprägt, ob der Aufwand, den ich gerade betrieb, in einem vernünftigen Verhältnis zu seinem Nutzen stand. Mit anderen Worten: Was mache ich hier eigentlich gerade?!

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Ziele – Wieso, mit wem, wohin?

Im Grunde formuliere ich jeden Morgen schon diese Vorgaben, die ich erreichen möchte, wenn ich mir im Büro ein Kalenderblatt ausdrucke und dort notiere, was ich bis um 18.00 Uhr erledigt haben will. Dabei lerne ich gerade erneut, diese Ziele auch so auszuwählen, zu formulieren und zu begrenzen, dass deren Erreichbarkeit mit dem Maß aller Dinge vereinbar ist – der Realität.

Selbstredend gelingt mir das nicht immer, aber schon sehr viel besser und häufiger als noch im vergangenen Jahr. Ohne Ziele geht es nun mal nicht im Leben. Sonst ist es keins.

Viele Menschen machen den Fehler, Ideale mit Zielen zu verwechseln. Gut erst einmal, überhaupt eigene Ideale zu haben. Sie sind aber nur eine Orientierungshilfe und können nicht erreicht werden. Womit wir wieder bei den Zielen wären. Ich kann sie in einem Stundenplan festhalten, im Grunde so, wie man es früher in der Schule getan hat. Ich kann sie in einem Team formulieren und verbindlich festlegen (Konsequenzen inklusive) – neuhochdeutsch: Meilensteine -, ich kann sie mir selbst gegenüber formulieren oder mit meinem (Lebens-)Partner besprechen.

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Abenteuer – Ein teures Erlebnis?

Was ist ein Abenteuer?

Definition nach Wikipedia:

Als Abenteuer (lat.: adventura: „Ereignis“; mittelhochdt.: aventiure) wird eine risikoreiche Unternehmung oder auch ein Erlebnis bezeichnet, das sich stark vom Alltag unterscheidet – ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas (Riskantes) zu unternehmen, was interessant, faszinierend zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist. In diesem Sinne gelten und galten Expeditionen ins Unbekannte zu allen Zeiten als Abenteuer. In der Vergangenheit wurden Geschichten über Abenteuer einander erzählt, die Aufzeichnung dieser Art von Erlebnis stellte daher eine bedeutende Neuerung in der Weitergabe derartiger Erlebnisse dar. Als erstes schriftlich fixiertes Abenteuer gilt das Gilgamesch-Epos. Weitere als Bericht festgehaltene Abenteuer existierten schon in der Antike. Die Ilias, der Kampf um Troja, und besonders die Odyssee, die Heimfahrt des Odysseus, seien hier erwähnt. Typische Abenteuer sind auch die mittelalterlichen Schilderungen von Ritter– und Heldentaten.

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