Berlin, still Calling

Bei Lasagne und Zucchini-Salat haben meine lieben Bürokollegen und ich gestern Berlin Calling auf DVD konsumiert. Heute, angesichts des leicht verspäteten Veranstaltungsendes, fühlt es sich doch etwas so an, als habe man einen Teil der Drogen aus dem Film mitverspeist.

Fazit: Schräg, lustig, traurig, intensiv, rastlos, energiegeladen, berlinesk, grandiose Musik und ein Hauptdarsteller, der grandios (mehr als nur sich selbst (ein bisschen)) spielt. Der Soundtrack läuft schon lange auf Heavy Rotation, jetzt werde ich ihn mir noch einmal bestellen. Favourite tracks: Aaron, Azur, Sky And Sand.

Icke sach ma: Läuft!

Hannover as City of blinding lights

U2 am 12. August in der AWD Arena in Hannover – kann man mal machen. Auch wenn die Tickets zwischen 70 und 270 Euro kosten. Als Wahl-Hamburger und Ex-Hannoveraner finde ich das natürlich eine naheliegende Gelegenheit, auch wenn man im Volkspark sicherlich für ein kleines Aufgeld ohne Problem das Dach ab, und dann wieder angebaut hätte haben können. Oder? Oder warum „geht“ das beim kleinen, aber nicht beim großen HSV? Zwinker, Zwinker.

U2_Hannover_12-8-10

Mein letztes und bisher einziges Live-Erlebnis mit den vier Iren hatte ich im August 1997, bei einem Konzert der Pop Mart-Tour. Auf dem entstehenden EXPO-Gelände war es auch schon damals unheimlich laut, und hatte nach meinem Empfinden für ein Freiluft-Konzert bereits eine unheimlich gute Akustik. Meine fast einzige Erinnerung an den Abend: One als letzter Song, alles stockfinster und auf der riesigen Leinwand ein knallrotes Herz, begleitet von den Worten: „We promise, we will come back soon.“ Hat ja dann etwas gedauert…

Der zu erwartende Tribut für Robert Enke im Jahr 2010 wurde mit dem letzten Song dann auch noch gezollt. Moment of Surrender und Larry Mullen jr. dazu im Trikot der 96er. Man kann dabei, angesichts von mitunter grenzwertigem Pathos und der simplen Tatsache, dass sich die Jungs einfach mit dem Thema und der Stadt beschäftigt haben, geteilter Meinung sein – Gänsehaut bleibt aber nicht aus. Sicherlich auch, weil die Bühne des Verstorbenen der Ort war, an dem die gewaltige Bühne an diesem Abend aufgebaut ist.

Fazit nach gut zwei Stunden lichten Spektakels: Die Show bleibt weltweit unübertroffen, das Publikum ist unfassbar durchmischt, die Songs und Arangements gut bis sehr gut gewählt, und es war unglaublich laut – in the city of blinding lights.