Night Nurse

Es kommt immer mal wieder vor, dass ich bis spät in die Nacht im Büro sitze oder zu Hause noch arbeite. So lange dies geschieht, weil ich mit Hingabe eine Aufgabe erledige, ist das kein Problem. Überhaupt bietet der Tag ab Mitternacht eine Menge positive Aspekte.

In jedem Fall ist klar, dass kaum das Telefon um diese Uhrzeit klingeln wird. Ausnahme, ein Freund ruft aus Kalifornien an, da sein Tag gerade erst begonnen hat – so wie gerade eben. Wenn man dann ein solches Gespräch über FaceTime führt, sieht derjenige wenigstens gleich, dass bei mir von Tageslicht keine Rede mehr sein kann.

Geisterschiff

Ich erinnere mich an eine Zeit im Herbst 2008, als ich kaum zur Ruhe kam und das eine oder andere Mal mitten in der Nacht an der Elbe, im Hafen oder in Hamburgs Innenstadt Fotos machte. Die Ruhe, das Licht, die Luft, der Ton der Stadt – alles ist anders. Es ist eine Abwechslung und eine Quelle für Kreativität, Ideen und Ausprobieren.

Gestern Nachmittag habe ich etwas Autogenes Training gemacht und bin darüber eingeschlafen. Länger als 40 Minuten sollte man kein Powernapping betreiben. Daher hatte ich mir einen Timer auf 30 Minuten gestellt. Ich bin dann auch wach geworden, anschließend aber wieder eingeschlafen. Am Ende weitere 40 Minuten abwesend. Obwohl ich dadurch rein körperlich bestens erholt war, dauerte es bis zum frühen Abend, bis ich auch geistig wieder anwesend war.

So bin ich jetzt wach und nicht annähernd müde, sitze noch im Büro und hatte spontan Lust Dinge zu erledigen, zu denen ich sonst nicht komme oder keine Ruhe für finde. Ich lerne gerade Spanisch und auch dafür ist die Tageszeit sehr hilfreich.

Die Nacht heilt also und sie spendet Trost. Sie ist ein dunkler Mantel und stopft Stille in Dein Ohr. Gerade nur das leichte Prasseln des Regens und das Klackern der Tastatur. Dazu passt, dass ich Anfang der Woche auf das Lied Night Nurse kam.

Gute Nacht!

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