Zwei Monde – eine Welt?

Ich lese seit April 1Q84 (Buch 1 & 2) von Haruki Murakami. Als ich am Freitagabend auf der Autobahn Richtung Hannover den Mond entdeckte, der erst nur als schmaler horizontaler Schlitz sichtbar wurde, kurze Zeit später aber dann als kreisrundes Postkarten-Motiv, da fragte ich mich – mit Murakamis Buch im Hinterkopf -, in welcher Welt ich mich (gerade) befinde. In ein und derselben, in meiner eigenen oder in einer Zwischenwelt?

Das Buch von Murakami ist ohne Zweifel von überragender Qualität. Auch wenn ich es noch nicht beendet habe, und danach auch noch Buch 3 wartet, halte ich es schon jetzt für sein bestes. Alles ist noch mal auf einem höheren Niveau: Dialoge, Story, Erzählführung etc. Vor allem die Idee und das Konzept des Buches sind so zwingend, dass man mehr denn je in das Buch eintaucht und darin versinken kann.

Kleine Weisheit aus Haruki Murakamis „1Q84″ (Buch 1 & 2).

Auf der Fahrt war ich schon recht müde und die Stimmung war ganz klar von der Frage geprägt, ob der Aufwand, den ich gerade betrieb, in einem vernünftigen Verhältnis zu seinem Nutzen stand. Mit anderen Worten: Was mache ich hier eigentlich gerade?!

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Music is the key

I went to a concert in Hamburg at the „Fabrik“ yesterday. Former Men at Work singer Colin Hay was in town and delivered a two set show full of entertainment, stories, endless humor and such a great voice!

The venue is very intimate and ideal for solo performances or Jazz concerts (saw there Manu Katché once, which was close to perfect…). I took one video (, because unfortunately, my battery was low right from the start). Who Can It Be Now? is surely one of the biggest hits in Colin’s catalogue.

Here is his idea about people expecting him to play those kind of hits at his concerts:

„Well, it’s funny to have a hit.
In fact, I had some.
Around 1984.
People expect me to play them.
Why not play them?
Of course, I play them.
I’m not a fucking idiot!“

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Das goldene Zeitalter?

Eigentlich wollte ich einem Kollegen ein Foto mit einem Kompass aus meinem privaten Bestand raussuchen, als ich auf ein 10 Jahre altes Bild aus Hannover stieß. Unweigerlich musste ich an das Champions League-Finale in zwei Tagen in London und die vieldiskutierte Frage, ob jetzt die große Zeit des deutschen (Vereins)Fußballs anbricht, denken. 

Sonnenuhr im Großen Garten (Herrenhäuser Gärten) in Hannover.

Sicher, eine Sonnenuhr ist kein Kompass, aber die Himmelsrichtungen sind auch vorhanden. Wohin geht die Reise, folge ich dem richtigen Weg? Und scheint die Sonne morgen auch noch?

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Ziele – Wieso, mit wem, wohin?

Im Grunde formuliere ich jeden Morgen schon diese Vorgaben, die ich erreichen möchte, wenn ich mir im Büro ein Kalenderblatt ausdrucke und dort notiere, was ich bis um 18.00 Uhr erledigt haben will. Dabei lerne ich gerade erneut, diese Ziele auch so auszuwählen, zu formulieren und zu begrenzen, dass deren Erreichbarkeit mit dem Maß aller Dinge vereinbar ist – der Realität.

Selbstredend gelingt mir das nicht immer, aber schon sehr viel besser und häufiger als noch im vergangenen Jahr. Ohne Ziele geht es nun mal nicht im Leben. Sonst ist es keins.

Viele Menschen machen den Fehler, Ideale mit Zielen zu verwechseln. Gut erst einmal, überhaupt eigene Ideale zu haben. Sie sind aber nur eine Orientierungshilfe und können nicht erreicht werden. Womit wir wieder bei den Zielen wären. Ich kann sie in einem Stundenplan festhalten, im Grunde so, wie man es früher in der Schule getan hat. Ich kann sie in einem Team formulieren und verbindlich festlegen (Konsequenzen inklusive) – neuhochdeutsch: Meilensteine -, ich kann sie mir selbst gegenüber formulieren oder mit meinem (Lebens-)Partner besprechen.

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Abenteuer – Ein teures Erlebnis?

Was ist ein Abenteuer?

Definition nach Wikipedia:

Als Abenteuer (lat.: adventura: „Ereignis“; mittelhochdt.: aventiure) wird eine risikoreiche Unternehmung oder auch ein Erlebnis bezeichnet, das sich stark vom Alltag unterscheidet – ein Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas (Riskantes) zu unternehmen, was interessant, faszinierend zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist. In diesem Sinne gelten und galten Expeditionen ins Unbekannte zu allen Zeiten als Abenteuer. In der Vergangenheit wurden Geschichten über Abenteuer einander erzählt, die Aufzeichnung dieser Art von Erlebnis stellte daher eine bedeutende Neuerung in der Weitergabe derartiger Erlebnisse dar. Als erstes schriftlich fixiertes Abenteuer gilt das Gilgamesch-Epos. Weitere als Bericht festgehaltene Abenteuer existierten schon in der Antike. Die Ilias, der Kampf um Troja, und besonders die Odyssee, die Heimfahrt des Odysseus, seien hier erwähnt. Typische Abenteuer sind auch die mittelalterlichen Schilderungen von Ritter– und Heldentaten.

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E wie Entschleunigung

Eine Woche Urlaub am Plauer See in Alt Schwerin liegen hinter mir. Eine Woche Natur pur, eine Woche Sport (Laufen, Golf, Rudern, Rodeln), eine Woche kulinarischer Genüsse – besonders Fisch ist hier zu erwähnen, und eine Woche E-Land.

Nachdem ich seit Ende Januar maximal 1 Bild pro Tag bei Instagram veröffentlicht habe, ist diese Maßgabe in den vergangenen sieben Tagen zweifellos auf maximal ein Bild pro Stunde „herabgesetzt“ worden… Zu dritt haben wir unter dem Hashtag #forellencamp unsere Eindrücke vom Plauer See, Golf in Fleesensee, Malchow, Waren und vielen anderen Orten festgehalten. Dazu waren oftmals viel Geduld und Einfallsreichtum bzw. „Beweglichkeit“ erforderlich. Denn Alt Schwerin – zumindest dort wo wir waren – ist E-Land.

E im Handy-Display stand bisher für Edge; heute wurde mir allerdings klar: E steht bzw. stand für Entschleunigung. Als bekennender Smartphone-Junkie habe ich gestern sogar nahezu komplett auf mein Apfelphone verzichtet. War ganz leicht – obwohl ich anfangs etwa 100 Mal reflexartig dorthin griff, wo sonst die Dudelbox in der Tasche oder Jacke liegt oder steckt…

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