Meet me – In Amsterdam (Teil 1)

Ostermontag war ich zum fünften Mal in Amsterdam. Erstmals im Frühling und erstmals mit Freundin. Das Ganze stand jedenfalls von Anfang an unter einem guten Stern. 114 Euro für das coolste Hotelzimmer, in dem ich jemals war, Kaiserwetter, relativ pünktliche Abfahrt bei Freunden in Hannover am frühen Morgen und sowohl eine funktionierende Kredit- als auch EC-Karte – was will man mehr?

Nach minimalen Schwierigkeiten erreichten wir das Hotel Arena gegen Mittag. Ich hatte es über ein App mit meinem iPhone gefunden und gebucht. Das Wallpaper App Amsterdam hatte ich Ende Februar gekauft und alles, was ich dort bisher gefunden habe, hat sich als Volltreffer erwiesen. Es ist optisch und inhaltlich ein Leckerbissen, und am zweiten und letzten Tag unseres Aufenthalts konnte es weitere wertvolle, allerdings nicht kostenreduzierende Hinweise produzieren. Mein Plan war eigentlich nur, zumindest bei Sissy Boy reinzuschauen, wo ich beim letzten Aufenthalt (Oktober 2008) etwas Geld für diverse Sachen von Super Dry gelassen hatte…

Am Montag waren wir zu Fuß gestartet, Fahrräder wollten wir uns am kommenden Tag ausleihen. Nach 15 Minuten standen wir auf der Magere Brugg, wohl dem Wahrzeichen von Amsterdam. Ich hatte bei den Aufenthalten zuvor nie das Vergnügen gehabt, und bis vor Kurzem auch geglaubt die Brücke sei aus Metall. Sie besteht aber aus weiß lackiertem Holz und ist in jeder Hinsicht das Zentrum an der Amstel. Für uns wird der Aufenthalt auf der Brücke jedenfalls immer in Erinnerung bleiben.

Den ersten Hunger stillten wir im Van Dobben, wo man irrsinnig gut und irrsinnig schnell sogenannte Croquets bekommt. Ich schaute zwar zunächst etwas sparsam drein, als sich eine der beiden Bestellungen als Mettbrötchen mit gekochtem Ei entpuppte, aber im Zusammenspiel mit der Schweinebratenvariante der zweiten Bestellung und unter Mithilfe von Senf war der kurze Schreck schnell zu den Akten gelegt.

Nach ein paar Schlenkern am Ende der Kerkstraat, erreichten wir mein bevorzugtes „Revier“ zwischen Keizers- und Prinsengracht. Es stellte sich raus, dass mein Merian live von Amsterdam mindestens zehn Jahre zu alt war, denn das gesuchte Café Pulitzer gab es nur noch in anderer Form bzw. unter anderem Namen. Auf der Suche nach einem schönen Platz für ein noch schöneres Stück Kuchen hatten wir dann die Wahl zwischen der Pulitzer Bar und dem Restaurant Keizersgracht 238. Beide Einrichtungen sehr gediegen, die Frage war nur, ob wir uns nach draußen setzen wollten oder konnten.

Wir durchquerten fragend und sehend den 24-Häuser-Komplex des Hotel Pulitzer, wo wir unter anderem den „schönsten Garten Amsterdams“ in Augenschein nehmen konnten. Am Ende landeten wir im Restaurant, das ab 18 Uhr Einlass gewährte. Spargel, Kürbis-Risotto und Lemon Cheesecake wurden von Merlot und spanischem Rosé abgerundet. Highlight des Restaurants, neben dem Eros Rammazzotti-Lieder singenden Koch, unserer alerten Bedienung und dem Essen war das Wandgemälde im größten Raum. Selbst nach einer Stunde Betrachtung kann man immer noch Details finden.

Wandgemälde_Keizersgracht238

Für den Dienstag notierte ich in mein Moleskine City Notebook den Namen Cortina Papier, ein hübsches, nicht zu kleines Papier- und Büroartikelgeschäft in der Reestraat. Für den ca. 3 Kilometer langen Rückweg zum Hotel benötigten wir gut 50 Minuten. Das eine oder andere Lichtbild wurde gefertigt und kurz vor dem Erreichen der Herberge war die Speicherkarte von meiner Canon voll.

Ein Traumtag ging zu Ende und ich stellte mit Erschrecken fest, dass das geniale Zimmer bereits „normal“ für mich geworden war. Aber der Leser schaue selbst, ich würde es immer wieder buchen:

Einziger Nachteil im Hotel: Zehn oder 15 Euro Tagesgebühr für Internetzugang (je nach Zugangsart). Am Abend hatte ich meinen Voucher-Code noch immer nicht aktiviert und dann ließ ich es auch dabei. Die Dame an der Rezeption verstand zwar erst nicht, was ich wollte, aber am Ende konnte ich den Voucher zurückgeben und die veranschlagten zehn Euro wurden von meiner Rechnung entfernt.

Song of the day: „In Amsterdam“ (Noonday Underground Remix), Paul Weller – Wake Up The Nation [Special Edition]. Der Remix enthält (Sprech-)Gesang und der Refrain geht mir nicht mehr aus dem Kopf und gibt dem Beitrag seinen Titel. „…at the Paradiso…!“ #Iamsterdam

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