Ges(ch)ichtsbuch

Ich gehöre nicht zu den 500 Millionen Menschen bei Facebook. Das Netzwerk begegnet mir aber beruflich und ich habe Social Network von David Fincher in der Originalfassung gesehen. Produziert übrigens von Kevin Spacey. Fazit: Auch mit Millionen von Freunden kann man einsam sein.

Ich bezweifle, dass der Dienst in 5 Jahren da stehen wird, wo es jetzt alle erwarten, oder soll ich sagen, worauf sie ihr Geld wetten? Interessant wird es wie immer beim menschlichen Verhalten. Und da gibt es ja in beide Richtungen noch Spielraum. Trends erzeugen ja immer auch Gegentrends.

Was denken die anderen nun also von mir? Das ist natürlich eine wahnwitzig wichtige Frage, wenn man sich mehr über andere als über sich selbst definiert. Verständlich, dass die öffentliche Auskunftsfreude vielen Freunden von Geschäften gelegen kommt. Da möchte der eine oder andere doch sicher lieber vor sich selbst geschützt werden, als vor der „Datensammelwut“ des weltgrößten Poesialbum-Betreibers, oder?

Offen ist das alles für poetische, philosophische und soziologische Betrachtungen. Und bald sicher auch für geschichtliche. Hauptsache irgendjemand hat davon einen Nutzen. Wie spannend wäre es, menschliches Verhalten nicht hochzurechnen, sondern zu erleben. Wie sagte mal jemand in einem Vortrag auf einer DPRG-Veranstaltung so schön: Werbung von heute ist Spam von morgen.

Vielleicht liegt alles auch daran, dass ich früher schon mit Poesiealben eher wenig anfangen konnte und mir auch das althergebrachte „Zwitschern“ immer noch mehr Freude bereitet. Und auch mehr Kopfschmerzen.

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