Weniger ist mehr

Existenzielle Fragen und Aussagen begegneten mir zuletzt zu Hauf. „Es gibt noch Sex in der Ehe“ stand in der Süddeutschen, der SPIEGEL machte mit der überhöhten Erwartungshaltung an das andere Geschlecht auf, woanders wurde diskutiert „Macht das Internet einsam?“ und obendrauf sind diverse EURO-Staaten quasi „pleite“, die koreanische Grenze brennt, Haiti verendet (und niemanden juckt es), und Naddel erleidet einen „Penisschock“ auf der Venusmesse, wie Bild titelte. Der Leser mag sich selbst den für ihn zutreffenden Grad an Relevanz innerhalb dieser Themenpalette auswählen.

Nebenbei neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Ich habe meinen kleinen zusammensteckbaren Tisch-Holztannenbaum bereits reaktiviert und stelle fest, das ich noch keine Winterreifen habe. Und ich habe in den letzten Wochen einfach mal viele Dinge sein gelassen. Rechner aus am Wochenende, Buch statt TV, mal keine Musik im Auto und auch beim Essen mal die einfachen Dinge „gepflegt“.  Wie ging das früher alles ohne Handy, ohne Google ohne iIrgendwas? Es ging.

Die Erlebnisfähigkeit leidet einfach. Das tut sie schon lange und dagegen hilft nur Besinnung. Weniger ist mehr. Meistens.