Need some contemplation, don’t we?

Gestern las ich im aktuellen SPIEGEL einen Beitrag von Ferdinand von Schirach über das iPad von Apple und dessen Auswirkungen auf Lese- und sonstige Gewohnheiten.

Unabhängig vom Inhalt, den geäußerten Überzeugungen und Erwartungen fragte ich mich dann doch anschließend: Wozu das alles?! Aus tiefem Bedürfnis, zwingenden Erfordernissen oder aus schlichtester Selbstbezogen- und verliebtheit?

Wir merken teilweise schon gar nicht mehr, wie wir wie Aufziehpuppen durch die Gegend hektiken und alles tun, erfinden oder konsumieren, um uns bloß nicht mit uns selbst auseinander zu setzen. Need some contemplation? Yes, we do! Ich finde das iPad übrigens auch klasse. Dennoch.

Und in Wirklichkeit brauche ich eigentlich eher ein iPlum und ein iWant!

Fragebogen

Ein relativ unbekannter Klassiker kommt mir seit gestern immer wieder in die Finger. Fragebogen von Max Frisch.

Fünf Euro für geistreiche, messerscharfe und zwingende Fragen. Fragen, die interessanter sind als die möglichen Antworten, weil sie viel über den Fragesteller und das Menschsein an sich verraten. Universell einsetzbar, ein klasse Geschenk, Denkanstöße (Sind Sie sich selber ein Freund?) en masse und Zeitlosigkeit. Menschlich eben.

2666, Lost Boy(s) und Washington in Berlin

Roberto Bolaños Meisterwerk 2666 begleitet mich zur Zeit in den Schlaf. Die endlosen Sätze voller Fabulierkunst lassen wenig Wünsche offen.

In Anlehnung an die Rubrik „… plant seinen Monat“ im KulturSPIEGEL freue ich mich auf weitere Highlights bis Juni: Lostboy! A.K.A. Jim Kerr im Knust in Hamburg, Paul Weller in Amsterdam, Thievery Corporation in Berlin, Luka Bloom in der Fabrik in Hamburg und z. B. Schneller als der Tod von Josh Bazell.

Extrem empfehlenswert ist überdies der Besuch von Männer, die auf Ziegen starren. Fazit des Films, wie dort auch gehört: More than a feeling!