Macht und Missbrauch

Sicherlich war das politische Leben in Deutschland schon weniger spannend als zur Zeit, beispielsweise während des Großteils der großen Koalition, die vor zwei Monaten endete. Politisch interessiert bin ich eigentlich auch immer gewesen, doch noch nie zuvor ist die Alternativlosigkeit zwischen den im Bundestag vertretenen Parteien meiner Meinung nach so deutlich gewesen wie heute.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob man flotte Forderungen aus der Oppositionsbank heraus stellt oder die Verantwortung in der Regierung (mit)trägt und sich für ein Handeln ggf. vor der Partei und deren Basis rechtfertigen muss. Natürlich habe ich auch meine bevorzugte(n) politische(n) Farben. Doch ich glaube, dort beginnt bereits der Fehler, denn das Reformbedürftigste in diesem Land ist die Stellung und der Einfluss der politischen Parteien. Überspitzt formuliert: Wenn sich dort nicht Grundlegendes ändert, dann wird es bald nicht mehr darum gehen, welche Parteien sich gegenseitig blockieren, sondern sie werden sich schon in ihrer jeweiligen Partei auf keine Linie mehr einigen können.

Und sie werden die unverhohlene Vertretung der Interessen von Lobbys und Interessengruppen auf ein die Ekelgrenze deutlich übersteigendes Maß schrauben – sofern das überhaupt noch möglich ist.

Was hilft? Sachpolitik – im Zweifel gute, vernünftige und weitsichtige – hat noch nie und niemandem geschadet, es sei denn der- oder diejenige war lediglich auf seinen/ ihren Vorteil bedacht. So lange das Wort Parteibuch nicht aus dem Denken und Handeln gestrichen wird, bleibt die Sache auf der Strecke. Will sagen: es kann nicht sein, dass ich als Abgeordneter oder Parteimitglied meine Meinung nicht vertreten kann, wenn sie nicht mit der Parteilinie übereinstimmt. Das führt nämlich nicht nur zu mangelnder Glaubwürdigkeit und Verlust an Autenthizität der handelnden und (ver)sprechenden Personen, sondern auch zum Tod der Kultur innerhalb einer Partei.

Das alles hat gewiß nicht wenig zu tun mit Machtstreben und- erhalt. Vor allem letzteres lässt wenig Raum für Moral und Anstand. Der Zweck heiligt die Mittel, und ich bin mir selbst der nächste, ob sozial, christlich oder christ-sozial.

Abschreckendes und zugleich faszinierendes Beispiel für politisches Handeln und den Umgang mit Macht (auf Zeit?) bietet das brilliante Buch Macht und Missbrauch von Wilhelm Schlötterer. Ich habe es zu Weihnachten sowohl verschenkt als auch weiterempfohlen. Der Autor ist pensionierter Ministerialbeamter aus Bayern und erlaubt mit seinem Werk einen ungeahnten Einblick in die Mach(t)enschaften von Franz-Josef Strauß und dessen Mitstreitern und Nachfolgern.

You should, no, you must read this!
And tell others about it!!
And try to stay sane.

Sag’ mal, was machst du eigentlich Silvester?!

Spätestens ab Ende November wird das erste Mal diese unausweichliche Frage gestellt. Je näher dann Weihnachten rückt, desto häufiger hallt sie durch Telefonleitungen, taucht in eMails, SMS und sonstigen Nachrichten auf. Und obwohl diese Frage mindestens schon genauso lange existiert und wiederkehrt, wie Last Christmas von Wham!, scheinen mir sowohl Adressat und Absender dieser Frage niemals auch nur ansatzweise gelangweilt zu sein.

Sicher, es ist nicht mehr die kindliche Faszination für Feuerwerkskörper oder der jugendliche Enthusiasmus, mit dem man auf die nächste große Silvesterparty lauert. Aber Langeweile habe ich durch den Umstand, dass das Jahresende gefeiert werden soll, eigentlich noch nie empfunden. Ich denke, dass jeder, der schon ein paar Tage mit dabei ist, reichlich mit Anekdoten und Geschichten aus seiner/ ihrer Silvester-„Historie“ dienen kann. Und sicherlich sind das in der Regel auch keine unlustigen Begebenheiten. Denn auch hier ist es wohl so, dass man mindestens hinterher immer drüber lachen kann, nicht wahr?!

Vor ein paar Tagen dachte ich über die schönsten bzw- interessantesten Begebenheiten zum Jahreswechsel nach. Wenn man älter wird, ist eine (kurze) Reise plötzlich auch eine Option oder gar das Maß der Dinge. Ich war zweimal zum Jahreswechsel in Amsterdam. Beide Male waren ähnlich und doch ganz verschieden. Bei der ersten Reise gabe es auf der Rückfahrt kein Schneechaos und wir waren auch nur zu zweit und nicht zu viert. Der Entschluss, sich mal eben ins Auto zu setzen und eben gerade etwas anderes am 31. Dezember zu tun als üblich, viel bei der ersten Fahrt auch so kurzfristig, dass natürlich alle günstigen Übernachtungsmöglichkeiten vergeben waren. Zumindest hatten wir nach zehn Telefonaten, und der Erkenntnis, dass es höchstwahrscheinlich etwas teurer werden würde, überhaupt gar keine Lust mehr, uns Mühe zu geben, nicht einfach in einem der teuersten (und schönsten!) Hotels der niederländischen Hauptstadt abzusteigen.

So landeten wir letztlich im Pulitzer, einem wunderschönen Komplex aus fast zwei Dutzend Grachtenhäusern, gelegen zur einen Seite zur Prinsengracht, zur anderen zur Keizersgracht. Die angebotene Abendveranstaltung wollten wir dann aber aus zwei Gründen nicht nutzen: erstens war es abartig teuer, und zweitens , was dem ersten Punkt noch mehr Bedeutung verlieh, konnte die Altersstruktur des (zu erwartenden und sich später bestätigenden) Publikums auch nicht bei uns punkten.

Fazit: Seit dem ersten Telefonanruf, gut 14 Tage zuvor, zog sich ein Umstand durch das ganze Unternehmen wie ein roter Faden: kein Plan.

Doch wie so oft, ist man ja hinterher nicht nur belustigt, sondern in der Regel auch immer etwas schlauer. Wir konnten bei zunächst erträglichen und Neujahr wunderschönem Wetter die Stadt erkunden. Vom Dam aus starteten wir immer wieder in alle Richtungen. Am Silvesterabend blieben wir in einem Pub hängen und hatten eine sehr gute Zeit, im alten sowie im neuen Jahr. Wir lernten die Besitzer des Pubs und einen ihrer Freunde kennen und ich bekam eine weitere Vorahnung davon, dass ich mir mit meinem Jura-Studium, das ich im Vorjahr in Hannover aufgenommen hatte, vermutlich nur sehr bedingt einen Gefallen getan hatte. Zitat: „In my country, to study Law, they call it the Easy Way Out!“ Gelächter auf beiden Seiten des Tresens…

Was erwartet man denn allgemein und jeweils aktuell von Silvester? In unserem Fall reichte es zu einem sehr erinnerungswerten Aufenthalt, der uns im Folgejahr genügend Ankerpunkte in der Stadt lieferte.Und beim zweiten Mal sparten wir uns neun Ferngespräche, und buchten gleich das selbe Hotel wie im Vorjahr. Das war 1994, Internet war noch nicht beim Publikum angekommen bzw. es war ihm noch gar nicht vorgestellt worden. Heute kaum mehr vorstellbar, oder? Höchstens mit kaltem Entzug.

Das Jahr 2010 werde ich höchstwahrscheinlich in Hannover, meiner alten Wahlheimat, begrüßen. Ich wünsche allen einen harmonischen, entspannten und ausgelassenen Jahresausklang und hoffe, dass wir alle im neuen Jahr noch besser und effektiver vor unserer jeweils eigenen Tür kehren werden, damit wir die Dinge in eine gute Richtung bewegen, die dringend und vorsorglich dorthin bewegt werden müssen – und zwar durch unser eigenes tägliches Handeln und (Er-)Leben.

Die Welt wird sich auch ohne uns ohne Probleme weiter drehen.

Guten Rutsch und Gelukkig Nieuwjaar!

Déjà vu: Messi, komm’ runter zum Spielen! (Tappas and me – a match made in heaven)

Déjà vu. Schon mal was davon gehört? OK, kleiner Scherz.

Ich erinnere mich jedenfalls an einen Artikel vor ein paar Jahren im SPIEGEL, der eine damals brandneue Theorie vorstellte, wie es bei Menschen, wissenschaftlich betrachtet,  zu einem Déjà vu kommt. Der Anlass zu diesem Gedankengang wurde gestern morgen durch eine SMS erzeugt, die mich im soeben auf Mallorca gelandeten Airbus mit späterem Ziel Barcelona erreichte. Es ist ohnehin schon sehr schwierig zu beschreiben, geschweige denn zu erklären, aber das Déjà vu, das ich beim Lesen der kleinen Textbotschaft hatte, war doppelt unheimlich, denn der Abgleich, den meine Wahrnehmung mit meiner vermeintlichen Erinnerung vollzog, fand eher auf der Grundlage eines Traums statt, und nicht als so empfundene Wiederholung eines einmal bereits erfolgten Geschehens. Will sagen: Das Déjà vu bezog sich mehr auf eine „Vision“, die ich (vermutlich) mal in einem Traum hatte.

Das Problem ist: Bereits heute kann ich mich nicht mehr an den einigermaßen genauen Ablauf dieser vieleicht 20 bis 30 Sekunden im Flugzeug erinnern. Das Positive dabei: Es hatte mit dem Anlass meiner Reise nach Spanien zu tun, und gab mir letztlich das Gefühl, dass ich dem richtigen Weg folge.

Woran ich mich heute am frühen Abend erinnerte, war ein Werbespot, ich glaube von adidas (vielleicht aber auch von Nike), in dem Fußball-Stars wie früher als Kinder ihre Freunde von der Straße aus mit dem Ball unterm Arm riefen, und zum Spielen aufforderten. So ging es mir gestern auch, oder zumindest war mir nach eben diesem Verhalten zumute. Nur fehlte mir der Ball und der Freund in der Wohnung, zu deren Füßen ich hätte stehen können, um dem anfangs leeren Balkon oder einem offenen Fenster den geeigneten Imperativ zuzuschleudern. Immerhin befand ich mich – übrigens zum ersten Mal – in der Stadt der aktuell wohl besten Vereinsmannschaft der Welt und des frisch gewählten Weltfussballers des Jahres, Lionel Messi.

Das (kulinarische) Highlight des gestrigen Tages war ein mittäglicher Besuch in einem Tappas-Restaurant, das nach den Worten meiner Begleitung die besten Tappas in ganz Spanien macht. Eine Behauptung, der meine Sitznachbarin auf dem Rückflug heute heftig widersprach, denn nach ihrer Meinung gibt es die besten Tappas Spaniens in San Sebastian. Der Laden, in dem wir gestern waren, kann jedenfalls durchaus auch als Tappas-Paradies bezeichnet werden. Das Ciutat Comtal bietet, nach dem man im Verlauf einer L-Form zunächst die Bar, dann die Küche und weitere Sitzplätze passiert hat, am Ende des Weges einen Raum mit einer höheren Decke. Dort befindet sich eine illuminierte Wand aus Getränkeflaschen und, mit dem Rücken zu dieser Wand sitzend, rechter Hand ein zweigeteiltes sehr schönes Gemälde.

091222_Ciutat Comtal

Wenn man am Ende dieser interessanten Reise einmal von dem Dauerregen gestern, dem wegen Schnee in Düsseldorf um einen Tag verschobenen Flug, dem fast eintägigen Server-Ausfall eines für meine Arbeit relevanten spanischen Internet-Providers und meinem in Barcelona (oder sonstwo) verbliebenen Koffer absieht, dann macht die katalanische Metropole mehr als Lust auf mehr.

Also: Messi, komm‘ runter zum Spielen!

Arlanda Transit Lounge (Selbstüberlistung – just in time)

Ich sitze auf dem Arlanda Airport von Stockholm und warte auf das Boarding für den Flug nach Hannover. Vor einer Stunde, als ich mit dem Bus auf dem Flughafen ankam und Terminal 2 betrat, prallte ich quasi auf eine lange Schlange wartender, eincheckungswilliger Passagiere, die allerdings nach Oslo fliegen wollten. Bedauerlicherweise wurde mir das erst 15 Minuten später klar, als ich in der Schlange immerhin schon geschätzte 20 Meter Boden gut gemacht hatte.

091220_Autobahn Stockholm-Arlanda

Zwei Bildschirme in der Ferne mit rotem Inhalt ließen mich etwas stutzig werden, und siehe da, alles nur eine Frage der Perspektive, plötzlich lag der Air Berlin-Schalter deutlich erkennbar vor mir, wie eine Oase in der Wüste, und zwar hinter dem Knick von Menschen, den die Schlange nach rechts zu ihrem, aber nicht meinem, Check-in-Schalter machte.

Viel beunruhigender war vom ersten Augenblick an, dass auf dem großen, doppelten Display in der Halle der Flug nach Deutschland mit der Abflugzeit von 12.35 Uhr gelistet war. Das kam mir als notorisch am äußersten Rand der Pünktlichkeit operierenden Menschen natürlich entgegen. Andererseits.

Andererseits wäre es sinnvoll, sich erst dann (zeitlich) zu entspannen, wenn mir ein offizieller Mensch dort den Abflugtermin bestätigt hätte. Die Dame am Air Berlin-Schalter jedenfalls wollte mir in meiner Behauptung einer Verspätung in einer seltenen Mischung aus Schwedisch, Englisch und Französisch nicht folgen. Egal, Hauptsache in time!

Sprachlich noch interessanter wurde es am Ende der Sicherheitskontrolle, die im Übrigen die Schnellste und Unkomplizierteste seit Menschengedenken war. Gürtel ab, ja, Deo-Roller egal, kann drinbleiben, Schuhe (Stiefel mit einigen Nieten) schlugen beim Durchqueren der „großen Tür“ nicht mal (akustisch) an(!), eigentlich unfassbar, aber gut, was soll’s. Zur Abwechslung mal schnell da durch, ich schiebe es mal auf den Sonntag und das ruhige schwedische Gemüt. OK, richtig voll war’s zu dem Zeitpunkt auch nicht.

Am Ende der Kontrolle jedenfalls murmelte eine Dame Mitte sechzig in feinem Schwedisch vor sich hin, durchaus nicht nur an das Sicherheitspersonal gerichtet, sondern auch in meine Richtung. Das einzige, was ich mit Sicherheit verstand, was das Wort Kaviar. Ich vermute, sie sagte so etwas wie: Meint ihr, ich habe hier zentnerweise Kaviar versteckt, oder was?! Auch auf meine deutlich artikulierte Bemerkung (Sorry, I have to admit that I’m not Swedish.) reagierte sie nicht weiter. Sie kaviarte weiter halblaut vor sich hin, zog sich dabei wieder komplett ihre Sachen an und wir schmunzelten uns in einer Art von geheimen Einverständnis an, bis sie, immer noch kaviarend, durch eine automatische Tür in Richtung der Abflug-Gates entschwand.

Am bis dahin als relevant verkündeten Abflug-Gate 63, was später Richtung 65 wechseln sollte, bestätigte mir ein freundlicher Herr zwar die Abflugzeit von 12.35 Uhr, jedoch bestritt auch er dabei eine Verspätung um eine Stunde. Der Leser ahnt, es gab nur zwei Möglichkeiten: entweder war die Zeit auf meinem Ausdruck der Flugdaten in meiner Tasche falsch, oder ich hatte schlicht und einfach nicht richtig hingesehen. Bei einer Ankunftszeit um 14.10 Uhr wären über zweieinhalb Stunden für einen Flug, der am Freitag mit größerer Entfernung nur eine Stunde und fünfzig gedauert hatte, sicherlich auch mehr als gemütlich gewesen.

Jetzt sind es noch exakt 30 Minuten bis zum planmäßigen Start der Maschine. Das Boarding dürfte gleich beginnen. Ich habe Transit Lounge von Crowded House angemacht und hoffe, dass ich es noch zu Ende hören kann. Die Playlist, in der ich es fand, passt von Titel und Inhalt her perfekt zum heutigen morgen und dem ganzen Wochenende: If you smile, you might get… (some reward).

So habe ich mich heute selbst überlistet und bin so pünktlich zu einem (Ab-)Flug erschienen, wie noch nie – und vermutlich auch nie wieder…

Deutscher Schnee, ich komme!

Dr. Lehmann & Mr. Jens meet Bert Brecht

Eine grandios verfasste Auflistung des Arbeitsnachweises von Fußball-Torhüter Jens Lehmann im laufenden Jahr (Dr. Lehmann & Mr. Jens) hat Christof Kneer in der SZ vom 15. Dezember geschrieben. Besonders gut gefallen hat mir in der monatsweisen Tätigkeitsbeschreibung folgender Eintrag:

„Januar/Februar/März/April/Mai: Bundestrainer Joachim Löw betont mehrfach, ohne den dann 40-jährigen Lehmann zur WM 2010 nach Südafrika fahren zu wollen. Das ist der erste Skandal. Der zweite: Löw meint es offenbar ernst.

Passend dazu (oder auch nicht) las ich an dem Tag in der U-Bahn folgenden „Spruch des Tages“ (von Bertolt Brecht) auf einem der Info-Monitore: „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Ich bezweifele allerdings, dass in diesem Fall eine Koordination zwischen Hirn und Körper stattgefunden hat, um sinnvoll gegen den Strom schwimmen zu können. Mit anderen Worten: Was wollte uns der Künstler damit sagen?

Lost in Translation (Herzblut)

Auf Die Seite Drei in der SZ-Ausgabe vom vergangenen Mittwoch ist ein bemerkenswerter Artikel mit dem Titel Klopper für die Ewigkeit über die beiden Bücher des Jahres 2009 abgedruckt. Ich rede von 2666 von Roberto Bolaño und Unendlicher Spaß von David Foster Wallace. Beide Autoren sind bedauerlicherweise bereits verstorben. 2666 wartet bei mir zu Hause darauf, gelesen zu werden, Infinite Jest, wie das Mammut-Werk von Foster Wallace im Original heißt, war mir bisher zu teuer, obwohl es seinen Preis von fast 40 Euro sicherlich wert ist.

Die eigentlichen Helden des Artikels sind aber – stellvertretend für alle nicht Genannten – die beiden völlig unterbezahlten Übersetzer der genannten Werke. Ohne Herzblut, positiven Wahnsinn, Tränen (im wahrsten Sinne des Wortes!), Blut und Schweiß würde kein Roman angemessen übersetzt werden. Das Drama der Übersetzer von Büchern ist lesenswert – mindestens genauso wie die von ihnen geschaffenen Werke, wenn nicht sogar noch mehr.

Auszug: „Ich kann Ihnen mal ein paar Zahlen nennen“, sagt Christian Hansen, der drei Jahre gebraucht hat, um für Krügers Hanser Verlag den Bolaño ins Deutsche zu übertragen. Übersetzer zählen zu den Menschen, die gerne darüber sprechen, was sie verdienen, was daran liegt, dass es so wenig ist. „Ich habe 31 000 Euro Festhonorar bekommen“, sagt Hansen, „das entspricht rund 860 Euro im Monat.

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