Banging on the door (again)

Tatort Dammtor Bahnhof Hamburg. Ehe ich mich versehe, bin ich gegen eine Glastür gerannt. Die Filialleitung der Fastfood-Kette mit dem gelben M hatte über Nacht beschlossen, nicht mehr als Durchgangsort fungieren zu wollen. Folge: Zwei Türen im Abstand von 10 Zentimetern, die erste geht auf, die zweite hält (einen) auf. Schmerzhaft.

Der Ärger über die mangelnden Hinweise auf die (Ver-)Änderung und die nicht verschlossene erste Tür reicht von Schimpftiraden bis hin zu angedachten Schadensersatzklagen wg. Verbeulung der Stirn. Als ich oben auf dem Bahnsteig auf die S-Bahn warte, kommt mir Banging on the door von den Simple Minds in den Sinn. Ein unterschätzter Song mit wunderbarem Instrumental-Intro.

Apropos. Verschlossene Türen begegnen einem immer wieder. Das betrifft vor allem auch unliebsame Gewohnheiten. Die Tür ist dort meistens nur kurz und nur einen Spalt offen, und wenn man sie nicht sofort und entschieden öffnet und hineingeht, bleibt alles beim alten. Diese Erkenntnis ist nicht neu aber gerade wieder sehr aktuell. Umso schöner, wenn sich wider Erwarten nicht nur reichlich Türen öffnen, sondern von ihnen auch Gebrauch gemacht wird.

Heute Nachmittag bin ich dann (auch prompt) zur königlichen Konkurrenz marschiert. Das Whopper-Menü hat mir dann aber auch keine Türen geöffnet, sondern eher den Magen verschlossen. Womit wir wieder bei bestimmten Gewohnheiten wären…

Was wäre das Leben ohne Essen?!

Meine Essgewohnheiten machen mir z. Zt. etwas Sorgen. Fettarm kann man die Nahrungsaufnahme eher selten nennen. Chips, Eis, Pizza, Wurstaufschnitt etc. Alles Dinge, die ich sonst auch esse, allerdings nicht in so hoher Frequenz.

Dabei ist essen ja nicht nur Genuss, sondern auch Spaß und Freude, wenn nicht gar Lebenseinstellung. Und man entdeckt freudig neue Dinge, so z. B. verschiedene Chipssorten, die allerdings schon recht teuer sind. Sie schmecken unglaublich gut, bieten tolle Geschmacksvarianten und man kann einfach nicht aufhören. Ist der richtige Zeitpunkt verpasst, bleibt in der Regel ein ziemlich unangenehmes Völlegefühl zurück.

Bei Pizza ist es nicht anders. Ob vom Bringdienst oder im/aus dem Restaurant. In Hamburg ja kein Geheimtip mehr: Pizza aus dem Eisenstein. Etwa die Helsinki mit Lachs und Crème fraiche. Danach bleiben wenig Wünsche offen, abgesehen von einer baldigen Wiederholung.

Essen ist Seelenbalsam. Essen ist Sinnesfreude. Essen ist Geselligkeit. Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme.

Feiertag / Fernweh

In der Schweiz ist heute Nationalfeiertag. Da bietet sich ein Kurztrip nach Zürich über das Wochenende an. Von Hamburg aus kommt man mit dem ICE bei rechtzeitiger Buchung diesen Sommer schon für 24 Euro dorthin.

Ich kenne den 1. August von vielen Aufenthalten bei den Eidgenossen, vor allem in Davos. Abends stellt sich mit Berglichtern und bei Feuerwerk immer eine sehr spezielle Stimmung ein.  In Zürich gibt es viele schöne – und teuere – Hotels. Mein Favorit ist das Hotel Seegarten in unmittelbarer Nähe zum Zürichsee. Neben der Lage, der Atmosphäre und den angenehmen Zimmern besticht es vor allem durch das integrierte Restaurant Latino. Ein weiteres Highlight: Das hausgemachte Müsli zum Frühstücksbuffet.

Die Zimmer sind nicht ganz billig, unter 120 Euro pro Nacht ist dort nichts zu haben. Dafür hat man den perfekten Standort in Richtung Innenstadt (ohne Prrobleme auch zu Fuß auf wunderschönen Wegen erreichbar) oder stadtauswärts die sog. Goldküste entlang, in Richtung Küsnacht. An diesem Seeabschnitt wird es dann spätestens richtig nobel. Wanderungen bieten sich dort ebenso an wie das Anschnallen der Inline-Skater.

Badeanstalten finden sich in regelmäßigen Abständen und wenn ich jetzt nicht aufhöre zu schwärmen, sterbe ich vor Fernweh.

Gruezi!