Weeds

Vor drei Monaten habe ich die erste Staffel von Weeds auf DVD in die Finger bekommen. Erst lag sie nur bei mir herum und wurde dann an einen Freund ausgeliehen, der sie mir unverichteter Dinge nach ein paar Wochen wieder zurück gab. Kurz vor dem Urlaub Mitte Juli sah ich die ersten zwei Folgen dann und nahm sie auch mit auf die Reise. Schnell wurde es dort zu einem kleinen Ritual, ein bis zwei Folgen abends anzusehen. Letzte Woche habe ich auch die zweite Staffel gekauft. Leider (!) habe ich bereits alle zwölf neuen Folgen gesehen.

Am Montag ist in den USA die dritte Staffel gestartet und man kann als Weeds-Süchtiger auf der Serien-Website die erste Folge online ansehen. Das Ganze funktioniert dann natürlich nur in englischer Sprache, was die Sache aber nicht minder witzig erscheinen lässt.

Im TV strahlt ProSieben zur Zeit die zweite Staffel aus. Wieso man sich dabei allerdings den Sendetermin mittwochs 23 Uhr ausgedacht hat, bleibt rästelhaft, denn die halbstündigen Folgen gehören zum Besten, was je ersonnen wurde. Das sich an dem Thema Marihuana der eine oder andere stören wird, ist klar, ändert aber nichts daran, dass Weeds in erster Linie eine brillante Gesellschaftssatire ist. Die Darsteller und Charaktere sind famos und ich frage mich jetzt schon, wie ich die Zeit bis zur 3. Staffel auf DVD überstehen soll?!

Urlaub (,und was davon übrig bleibt…)

Der Regen, den sich Hamburg im Frühjahr gespart hat, musste ja irgendwo anders landen. Zweifellos war das Ziel dieser Verschiebung der Juli, jedenfalls danach zu urteilen, was ich selbst gesehen (Ende Juli) und gehört habe (zweite Juli-Hälfte). Regen habe ich von Mitte bis Ende Juli nur einmal kurz gesehen, ansonsten nur blauer Himmel und Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke. Mit anderen Worten: Toskana.

Übrig geblieben sind bis jetzt eine (noch) gesunde Hautfarbe, 5 GB Fotos und Filme, die Überreste des Tapetenwechsel-Gefühls und ein gewisser Heißhunger auf deutsches Brot. Bis auf die Bilder wird wohl nicht viel davon bleiben.

Wir waren in der Nähe von Lucca, in Aquilea, untergebracht. Ausflüge nach Lucca, Florenz und San Gimignano waren ebenso im „Programm“ enthalten wie Golf in der Nähe von Viareggio, einige Bergläufe und ein Dorffest in Aquilea. Täglich Schwimmen im Pool des Ferienhauses und Abendessen mit obligatorischen Tomatensalat & Mozzarella inklusive Blick auf die Gebirgszüge in der angehenden Abenddämmerung.

Die Tiefpunkte der Reise waren die Hin- und die Rückfahrt: obwohl wir größtensteils nachts gefahren sind, hatten wir das zweifelhafte Vergnügen mit diversen Staus. Die schlimmen Unfälle blieben uns erspart. Teilweise mit Schaudern blickte ich auf die Gegenfahrbahn, wo je eine Vollsperrung auf Hin- und Rückfahrt Zeugnis von schlimmen Unfällen bot.

Am Ende wieder in Hamburg war es dann wie nach einem Marathon: nie wieder (so eine Fahrt)! Die nicht unerwartete Erkenntnis folgte auf dem Fuß: there is no place like home…!