Riding on the back (of a giant bird)

Eigentlich wollte ich ja bereits seit über einer halben Stunde die Funkstille der letzten zehn Tage hier mit einem neuen Eintrag beendet haben. Doch irgendwo zwischen der Musik, die ich via CD-Laufwerk höre, Suchergebnissen zu den Stichworten Currywurst Hamburg Spezialitäten, Colin Hay-Videos (Ex-Men at Work-Sänger) auf www.colinhay.com und meiner völligen frühmorgendlichen Umnachtung muss ich wohl den Bus verpasst haben…

Schaut doch mal auf www.francisdunnery.com. Das ist wirklich einer meiner absoluten musikalischen Helden. Francis Dunnery: Ex-Sänger der Band It Bites, einer der besten (und schnellsten) Gitarristen auf unserem Planeten, Hobby-Astrologe, (Ex-)Farmer und mittlerweile studierter Psychologe. Ich hatte 1995 das Vergnügen, ihn in Hannover nach einem Club-Konzert zu treffen. Ein Freund hatte mich ein Jahr zuvor auf ihn aufmerksam gemacht und mich zu dem Konzert eingeladen. In jeder Hinsicht ein unvergessliches Erlebnis. Er war die Vorgruppe der Vorgruppe, hat 45 Minuten unglaubliche Dinge mit seiner Gitarre angestellt und dann auch noch fast eine Stunde mit uns gequatscht. Das einzige Autogramm übrigens, dass ich mir jemals habe geben lassen. Wirklich eine sehr persönliche Note – in jeder Hinsicht.

Leider war er seit dem (nach meinem Wissen) nicht mehr zu Konzerten in Deutschland. Er lebt seit Anfang der 90er in den USA und ist heute zu einem großen Teil zu so genannten Haus-Konzerten unterwegs, d. h. man kann ihn buchen. Geniale Idee eigentlich. Mehr dazu auf seiner umfangreichen Website.

Ich höre nebenbei ein Konzert aus Manchester aus dem Jahr 2000, dass aus seiner hauseigenen Serie Bootlegging the Bootleggers stammt. Tolle und extrem witzig vorgetragene Versionen vieler seiner besten Songs. Man kann seine Stücke übrigens auch bei iTunes runterladen.

Was ich bei meiner Aufzählung am Anfang zu erwähnen vergaß: Mr. Dunnery ist auch ein begnadeter Entertainer und lebenserfahrener Philosoph. Meine Lieblings-Textzeile (aus dem Lied The only thing, Album Man) von ihm und ein von mir angestrebtes Lebensmotto lautet: The only thing that you get to keep is what you give away. Das sagt eigentlich alles.

Mit einer halben Stunde Verspätung kann ich jetzt (endlich) unter die Dusche.

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