Eine Woche Berlin (2)

Tag 3: Perfect Day

Gestern haben wir in Gruppenarbeit die heutige Präsentation unseres PR-Konzeptes zu einer konkreten Aufgabenstellung erarbeitet. Der auszehrende Tag endete mit dem Ausblick auf Nacharbeit im Hotel und eine verbleibende Stunde Restzeit für die Fertigstellung der Powerpoint-Präsentation am kommenden Morgen. Als wir heute gegen halb eins glücklich und erschöpft als letztes von drei Teams unsere Präsentation beendet haben, folgt nach einer kurzen Pause die Manöverkritik. Die Stunde Mittagspause bietet einen viel zu kurzen Aufschub. Es folgen dreieinhalb Stunden zum Thema Budgetierung, an deren Ende die Zeit beim Basteln einer Excel-Budget-Tabelle quasi davon fliegt. Halb sieben. Geschafft!

Mit der U2 fahre ich zum Alexanderplatz, von dort mit der S9 in Richtung Spandau. Am Hauptbahnhof steige ich aus. Ein unfassbar kolossaler Bau! Ich hatte bei meiner Ankunft vor zwei Tagen keine Zeit, mich hier richtig umzuschauen. Von den Dimensionen her eher ein Flughafen als ein Bahnhof. Gefällt mir ausgesprochen gut! Auch wenn ich mich ständig neu orientieren muss. Nach 10 Minuten verlasse ich das Gebäude durch den Haupteingang. Ich gehe in Richtung Kanzleramt und setze mich auf einen Steinquader am Ufer der Spree. Am Abend dominiert die Sonne wieder den Himmel und es dürften gute 25 Grad sein. Ich höre über meinen iPod unter anderem You Get What You Give von den New Radicals – das passt perfekt zu diesem perfekten Tag.

Als kleine Belohnung kaufe ich mir bei Dussmann in der Friedrichstraße die neue CD von Stephan Eicher. Sie heißt Eldorado und ist z. Zt. nur als Import aus Frankreich oder England zu bekommen (das ist übrigens auch über Amazon nicht anders). Der Preis war mir heute egal. Ich verschweige nicht, dass mir 25 Euro deutlich gegen den Strich gehen. Auf der Website des Schweizers hatte ich bereits in einige Stücke hereingehört. Superb! Die meisten dürften ihn – zumindest mittelbar – aus den Zeiten der Neuen Deutschen Welle kennen, er ist mitverantwortlich für das Lied Eisbär von der Gruppe Grauzone. Die französische Gruppe Nouvelle Vague hat übrigens letztes Jahr eine wunderbare Coverversion produziert.

Der Tag endet so, wie die beiden zuvor: ich esse bei Subway ein Veggie Delite Baguette und trinke dazu eine Bionade mit Holunder-Geschmack. Heute habe ich zur Abwechslung auch mal Zeit und Lust zu einer ausgiebigen und entspannenden Dusche am Abend.